Derzeit ist sie überall im Gespräch, die Website „Take this Lollipop“, die einem auf eindringliche Weise zeigt, was man eigentlich alles preisgibt, wenn man sich über Internetseiten mit Facebook verbindet. Aber wie ernst sollte man die Nachricht wirklich nehmen?
Das Erste, was man sieht, wenn man auf „Take this Lollipop“ geht, ist ein großer blauer Lolli mit einer Rasierklinge im Center. Klickt man nun auf diesen Lolli, so wird man erst einmal gefragt, ob man sich mit Facebook verbinden möchte. Eigentlich nichts Neues, wer schon mal auf Websites kommentiert hat, weiß, dass man heutzutage kaum ohne Facebook-Connection auskommt. Wie üblich, gibt man der Seite damit auch die Erlaubnis, private Informationen zu verwenden. Und damit beginnt der Horrortrip:
Stalker über Facebook
Als nächstes sieht man ein Video, ein altes, herunter gekommenes Gebäude, ein schmieriger Typ in verdreckten Klamotten vor einem Computer und was macht er? Schaut sich dein Gesicht und dein Profil an, scrollt durch deine Pinnwand und streicht zärtlich über deine Fotos. Dann steigt er in sein Auto, dein Foto an der Armatur befestigt, sein Ziel ist klar.
Wie eine Szene aus einem Horrorfilm wirkt „Take this Lollipop“ und soll offensichtlich davor abschrecken, allzu viele Infos auf seine Facebook Seite zu posten, sich zwei Mal zu überlegen, welchen Seiten man Zugriff gewährt und wer genau eigentlich alles Zugang zu den privaten Nachrichten und Fotos hat.
Vorsicht ist gut, Panik ist unangebracht
Die Idee ist gut, die Umsetzung besser, aber bevor hier jemand panisch sein Facebook Konto löscht, weil er Angst vor Psychopaten hat, die 24/7 in Facebook verbringen, um sich ihre Opfer zu suchen: Natürlich ist das Szenario mehr als überzogen. Ja, Fremde können offene Facebook Profile sehen. Ein Blick auf die Privateinstellungen, ein Zögern beim Fenster, das fragt, ob man die App, das Spiel oder die Website wirklich mit Facebook verbinden will, ist daher definitiv angebracht, aber wenn man es nicht macht, wird es sicherlich keine Horde an Killern geben, die vor der Haustür übernachten. Davon einmal abgesehen soll es ja auch Leute geben, die nicht ihr komplettes Leben auf Facebook ausbreiten, sondern es mit Bedacht nutzen.