Betrugsköderer, die sogenannten Scambaiter, ködern bewusst Mitglieder der „Nigeria-Connection“, um diese von Online-Betrügereien abzuhalten.
Wer hat nicht auch schon mal die verlockenden E-Mails von krebskranken Milliardären bekommen, die unbedingt ihr Vermögen verteilen wollen? In diesem Fall hat man es meist mit der „Nigeria-Connection“ zu tun.
Scambaiter haben es sich zur Aufgabe gemacht die Betrüger zu beschäftigen, indem sie auf deren Anfragen antworten. Im Weiteren entwickelt sich im Idealfall ein monatelanger zeitaufwendiger Kontakt.
Die Betrüger, Scammer genannt, investieren so viel Zeit wie nötig, um an Geld zu kommen. Durch die Scambaiter sind sie beschäftigt und werden davon abgehalten, sich andere Opfer zu suchen.
Die Betrüger werden durch Scambaiter selbst zu Betrogenen.
Bei den Betrügereien handelt es sich um „Vorschussbetrug“. Dabei zahlen die Opfer in Anbetracht der hohen Summe, die sie erwartet, immense Beträge im Voraus. Stempelgebühren, Verwaltungskosten und Versicherungen sind nur einige der Vorwände, die sich die Online-Betrüger einfallen lassen, um ihren Opfern noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.
Die „Nigeria-Connection“ ist die bekannteste Gruppe der professionellen Betrüger. 2003 wurde der nigerianische Botschafter in Prag von einem tschechischen Opfer der Betrüger erschossen.
In Nigeria wird der „Vorschussbetrug“ in dem Strafrechtsparagraphen 419 behandelt. Scambaiter nennen Scammer deshalb auch 419er.
Auf verschiedenen Internetseiten informieren Scambaiter über neue Maschen, Fälschungen, geben Opfern Tipps, an wen sie sich wenden können und wie Scammer-Mails erkannt werden.
Bisher gab es nur englische Internetseiten zu diesem Thema.
Weitere Informationen zum Thema Scambaiting gibt es hier.